Die Schelling-Kommission

Schelling_Stieler

Portrait F.W.J. Schellings von Karl Stieler, 1835.
Neue Pinakothek München.

Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling (1775–1854) ist Mitbegründer des deutschen Idealismus. Schon in jungen Jahren für die systematische Konzeption einer Natur-, Kunst- und Freiheitsphilosophie berühmt, lehrte er unter anderem in Jena und Würzburg, bevor er 1806 an die Königlich Bayerische Akademie der Wissenschaften berufen wurde. Von 1817 an war er dort Sekretär der historisch-philologischen Klasse. Zwischen 1807 und 1823 versah er außerdem das Amt des Generalsekretärs der neu gegründeten Akademie der bildenden Künste. Nach siebenjährigem Aufenthalt in Erlangen kehrte er 1827 als Vorstand an die Bayerische Akademie der Wissenschaften zurück. Er übernimmt außerdem das Amt des Direktors des Generalkonservatoriums der wissenschaftlichen Sammlungen des Staates und wird Professor an der im Jahr zuvor von Landshut nach München übersiedelten Universität.

Im Jahr 1841 erfolgt Schellings Berufung  nach Berlin und er verlässt München. Bis in sein höchstes Alter hatte er, nun vor allem in der Auseinandersetzung mit der Faktizität der geschichtlichen Welt, um eine Vollendung des Idealismus gerungen und eine bis heute wirkmächtige Gestalt der Philosophie ausgeprägt.

Die Kommission verantwortet die Historisch-kritische Ausgabe der Schriften Schellings, d. h. der Werke, der Nachlasstexte, des Briefwechsels und der Nachschriften seiner Vorlesungen. Die ausführliche historische und sachliche Erläuterung der Texte bildet einen besonderen Schwerpunkt der Arbeit.

Die Arbeit der Kommission besteht ferner

Die Kommission versteht sich als Teil der philosophischen Forschung und stellt ihr Archiv und ihre Bibliothek sowie zwei bis drei Arbeitsplätze für wissenschaftliche Arbeiten gern zur Verfügung.

Durch eigene Arbeiten, Tagungen und Vortragsveranstaltungen fördert die Schelling-Kommission die Erforschung der Philosophie Schellings. Sie kooperiert dabei mit der Internationalen Schelling-Gesellschaft und unterstützt die Aktivitäten der Gesellschaft und ist dem Department für Philosophie der Ludwig-Maximilians-Universität München verbunden.